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Belegung einer TAE-Telefondose Drucken

Beim Anschluß einer Telefonanlage oder Verlängerung der Telefonleitung im Haus, steht man vor dem Problem, nicht zu wissen, welche Steckkontakte in einer TAE-Dose wie belegt werden. Dieser Artikel zeigt die verschiedenen TAE-Dosen mit ihrer Steckerbelegung.

Funktionsprinzip

Laut den Bestimmungen der Telekom sind mehrere analoge Telefone so zu verkabeln, dass an ein Mithören nicht mögllich ist, wenn an einem der Apparate telefoniert wird. Es ist deshalb nicht gestattet, mehrere analoge Telefonapparate parallel zu schalten. Es belastet einerseits die Vermittlungsstelle der Telekom durch einen höheren Stromverbrauch (Parallelschaltung = niedrigerer Gesamtwiderstand), verschlechtert andererseits die Sprachqualität und macht eine Erweiterung um einen DSL-Internetzugang unmöglich.

TAE-Dosen sind so konstruiert, dass eine Amtsleitung zugeführt und an die Buchse geleitet wird. Von dieser Buchse führen abgehende Leitungen über Unterbrecherkontakte zur nächsten TAE-Dose. Ist kein Gerät eingesteckt, wird die eingehende Leitung auf die ausgehende Leitung durch die Kontakte in der TAE-Dose durchverbunden.

Beim Einstecken eines Telefonapparates unterbricht der TAE-Stecker Kontakte in der TAE-Dose. Das Telefon wird durch die Unterbrecherkontakte zwischen eingehende und ausgehende Leitung geschaltet. Wenn Sie mehrere Telefone angeschlossen haben, haben beim Telefonieren immer die näher an der Telekom-Dose liegenden Geräte Priorität vor den nachfolgenden.

TAE-Dosen gibt es für Aufputz und Unterputzmontage:

TAE-Aufputzdose

TAE-Unterputzdose

Wenn Sie ihr Telefonnetz erweitern, werden typischerweise Aufputzdosen eingesetzt, weil umfangreiche Stemmarbeiten im Mauerwerk vermieden werden.

TAE-Stecker

TAE-Stecker sind mit dem Kommunikationsgerät verbunden:

TAE-Gerätestecker

TAE-Steckerbelegung

Typisch sind rechteckigen Steckbuchsen, die auf den gegenüberliegenden Längsseiten jeweils drei Kontakte besitzen. Dabei wird über Führungsnasen zwischen der F-Buchse (Fernsprecher: Telefon) und der N-Buchse (Nebengerät: Anrufbeantworter, Modem) unterschieden:

F-Buchse

N-Buchse

Anschlussbelegung der TAE-Buchsen

Die TAE-Dosen haben nach Abschrauben der Frontabdeckung Anschlussleisten für den Adernanschluss, die über ins Plastik eingeprägte Nummern gekenzeichnet sind. Die Bezeichnung der Nummern auf der Schraubleiste stimmt mit den Nummern der hier gezeigten Buchsen überein. Die Steckerbelegung der einzusteckenden TAE-Stecker korrespondiert mit den Buchsen. In nachfolgenden Tabellen sind die Adernfarben für das Gerät und die Adernfarben für die Buchsen angegeben. Telefonkabel, die mehrere TAE-Dosen verbinden sind starrer als Geräteleitungen, weil die Kupferadern massiv und nicht als Litze ausgeführt sind.

N-Buchse (Anrufbeantworter, Modem)

Nr.Bez.Funktion

Adernfarbe
TAE-Stecker
(Gerät)

Adernfarbe
TAE-Buchse

1La oder a1a-Leitung eingehend

weiß

rot, kein Ring
2Lb oder b1b-Leitung eingehend

braun

rot, 1 schwarzer Ring
3WExterne Klingel

---

 
4EErdanschluss Nebenstellenanlagen

---

 
5b2b-Leitung abgehend

gelb

rot, 1 schwarzer Ring
6a2a-Leitung abgehend

grün

rot, kein Ring

Blick auf die TAE-Buchse (Richtung Wand).


F-Buchse (Telefon)

Nr.Bez.Funktion

Adernfarbe
TAE-Stecker
(Gerät)

Adernfarbe
TAE-Buchse

1La oder a1a-Leitung eingehend

weiß

rot, kein Ring
2Lb oder b1b-Leitung eingehend

braun

rot, 1 schwarzer Ring
3WExterne Klingel

grün

 
4EErdanschluss Nebenstellenanlagen

gelb

 
5b2b-Leitung abgehend rot, 1 schwarzer Ring
6a2a-Leitung abgehend rot, kein Ring

Blick auf die TAE-Buchse (Richtung Wand).

Warnung und Vorsichtsmassnahmen

Die Telekom installiert immer nur eine TAE-Dose mit Amtsanschluss. Für die Erweiterung des Leitungsnetzes im Haus ist der Mieter der Leitung selbst verantwortlich. Allerdings setzt die Telekom voraus, dass diese Arbeiten nur von qualifizierten Fachhandwerkern vorgenommen werden. Wenn Sie selbst Änderungen am Leitungsnetz vornehmen, sind Sie voll für eventuelle Folgeschäden verantwortlich. Montagefehler können nicht nur in ihrem Haus zu einem nicht funktionierenden Telefonsystem führen, sondern darüber hinaus auch die Leitungsnetze der Telekom, inklusive der Technik in der Vermittlungsstelle betreffen. Das kann sehr schnell teuer werden. Also vorher gut überlegen, ob man sich die Arbeiten zutraut, oder besser einen Handwerker verständigen.

Die von der Telekom installierte erste Dose hat einen internen Meßwiderstand, der bei Störungen eine Fernmessung durch die Vermittlungsstelle gestattet. Entfernen Sie also bei den Arbeiten keinesfalls den Widerstand oder die erste Telekomdose. Wenn Sie die Telekomdose kurzzeitig entfernen müssen (z.B. um eine Kabel umzuverlegen oder zu verlängern), stellt das kein Problem dar, solange Sie keinen Kurzschluss zwischen den Adern verursachen. Und bitte besondere Vorsicht: Die Telefonleitung hat eine permanenete Speisespannung von 60 - 90 Volt. Das tut zumindest weh - ich habe es probiert, als ich bei Montagearbeiten an einer unzugänglichen Stelle das Kabel mit dem Mund festhielt (Ja, ich weiß, wie dämlich kann man sein...).

Letztes Update ( Montag, 30 Mai 2005 )
 
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