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Internetzugang mit ISDN-Modem Drucken

In Gebieten, in denen kein DSL verfügbar ist, bietet sich der Anschluss eines Rechners über ISDN an. Da ISDN zwei parallele Leitungen besitzt, kann über eine Leitung telefoniert werden, während die andere für das Internet genutzt wird.

Systemdiagramm

Systembeschreibung

Bei Umstellung von Analog auf ISDN bleibt die Einspeise-TAE-Dose der Telekom erhalten. Allerdings werden jetzt keine analogen Signale mehr angeliefert, sondern Digitalsignale. Deshalb dürfen keine Analogtelefone mehr direkt an der TAE-Dose angeschlossen werden.

Der von der Telekom bereit gestellte NTBA (Network Terminator Bus Adapter) sorgt für einen Abschluss des ISDN-Bussystems im Haus und liefert die Speisespannung. Der NTBA stellt zwei ISDN-Buchsen bereit, die bei Anschluss vieler ISDN-Geräte erweitert werden können (Zusatzverkabelung mit ISDN-Dosen). Im Normalfall reichen die beiden Buchsen aus.

An Buchse 1 wird ein ISDN-Telefon oder eine Telefonanlage angeschlossen. An Buchse 2 wird ein ISDN-Modem angesteckt. Die Verbindung des ISDN-Modems mit dem Rechner erfolgt über ein USB-Kabel (max. 5m Länge). Die neuen USB-Modems sind Plug-and-Play-fähig, d.h. Windows XP erkennt die gängigen Modems von selbst und benötigt meist keine Treiber-CD. Bei unbekannteren Marken wird man beim Anstecken des Modems einmalig aufgefordert, die Treiber-CD einzulegen.

Das ISDN-Modem wird mit den Zugangsdaten des Internet-Providers konfiguriert. Dabei hat man auch die Möglichkeit, sich für die Anzahl der zu benutzenden ISDN-Leitungen festzulegen. Bei Verwendung beider Leitungen ist die Surfgeschwindigkeit höher, es kann dann jedoch nicht mehr gleichzeitig telefoniert werden. Zudem verdoppelt sich bei zwei Leitungen der Minutenpreis des Internetzugangs. Für ISDN gibt es keine Flatrate mehr, da alle Provider das lukrativere DSL verkaufen wollen.

Bei der Konfiguration des ISDN-Modems kann man sich auch für eine automatische Einwahl ins Internet entscheiden. Dies ist sehr bequem, kann Ihnen bei falscher Konfiguration des Betriebssystems oder der Applikationen enorm hohe Telefonkosten bescheren. Microsoft Windows neigt dazu, bei konfiguriertem Internet automatische Einwahlen vorzunehmen, z.B. für automatische Windows Updates, DNS-Auflösung oder um POP3-Mailboxen in Outlook abzufragen.

Konfigurieren Sie das ISDN-Modem deshalb so, dass Sie mit einer PopUp-Box gefragt werden, ob die Einwahl erfolgen darf.

Um mehrere PC's an das Internet anzuschliessen, müsste das Internet Connection Sharing von Windows verwendet, oder als etwas teurere Lösung, ein ISDN-Router eingesetzt werden.

 

Weiterführende Links

 

Letztes Update ( Montag, 30 Mai 2005 )
 
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